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ARCHIV 2014
Aktuelles : "Lieber die Regeln verbiegen als sich selbst?" - 09/14
31.08.2015 18:55 (2082 x gelesen)

"Lieber die Regeln verbiegen als sich selbst?"

Das Befolgen des Business-Knigge einerseits und authentisch bleiben andererseits muss kein Widerspruch sein. Wie das funktioniert? Dazu zuerst eine kurze Geschichte und danach noch einige praktische Tipps.

Der junge Vertriebsmitarbeiter Arne Meier nimmt das erste Mal an einem zwanglosen Mittagessen mit dem größten Geschäftspartner seiner Firma teil. Er soll den Kunden von seinem Kollegen Hans Merlin übernehmen, der bald in Pension geht. Der „alte Hase“ kennt die Tücken, die bei solchen Treffen lauern. Da geht es nämlich nicht um Fachwissen, sondern um Stil und Etikette. Arne Meier glaubt, dass er gut gerüstet ist – wenn er sich da mal nicht täuscht …  



Hans Merlin spricht seinen jungen Kollegen einen Tag vor dem „großen Ereignis“ an: „Nun, Herr Meier, haben Sie die Kleiderfrage für morgen geklärt?“ Arne Meier antwortet selbstbewusst: „Selbstverständlich. Ich habe mir extra einen neuen Anzug gekauft. Und Sie hatten doch Casual gesagt – deshalb habe ich mir noch neue Turnschuhe zugelegt, die betonen meine persönliche Note …“ Merlin zuckt zusammen: „Ich rate Ihnen dringend davon ab. Wenn Sie Individualität in der Kleidung zeigen wollen: Wie wäre es mit einer etwas auffälligeren Krawattenfarbe statt Turnschuhen oder einem Poloshirt mit Jackett statt Anzug und Krawatte?“

Der junge Vertriebsmitarbeiter denkt nach: „Wahrscheinlich haben Sie Recht. Und wie ist das beim Begrüßen: Ich gebe dem Ranghöchsten zuerst die Hand – ist das wenigstens richtig?“ „Im Prinzip schon. Aber da in dem Fall die Frau des Kunden mit dabei ist, können Sie diese Regel brechen. Es kommt sicherlich sehr gut an, wenn Sie mit Ihrem berühmten charmanten Lächeln fragen: "Darf ich  die Dame zuerst begrüßen?“ Arne Meier nickt: „Ja – das gefällt mir auch viel besser.“

Arne Meier will nun mehr wissen: „Was mache ich, wenn mich der Kunde nach persönlichen Dingen fragt? Ich habe gelesen, dass man im Small Talk nicht zu viel über Persönliches reden soll – obwohl mir selbst das nichts ausmacht.“ Auch darauf weiß Hans Merlin eine Antwort: „Wenn Sie auf Privates angesprochen werden, können Sie natürlich darauf antworten. Aber verfallen Sie nicht in zu viele Details – lassen Sie hier einfach Ihr Feingefühl walten.“

Die beiden unterhalten sich noch eine ganze Weile über das Thema. Arne Meier geht gut gerüstet in das Treffen, das dann auch entsprechend erfolgreich verläuft.

Authentisch und gleichzeitig respektvoll bleiben

Um authentisch zu bleiben und sich selbst nicht zu verleugnen, ist also eine flexible Handhabung bestimmter Umgangsformen möglich. Sie können, wie am Beispiel von Arne Meier beschrieben, Ihre Individualität durchaus zeigen und auch bestimmte Regeln „verbiegen“, ohne dabei massiv ins Fettnäpfchen zu treten. Wichtig ist, dass Sie die grundsätzlichen Regeln kennen, bevor Sie diese brechen – nur dann wissen Sie auch wirklich, was Sie tun. Regelbrüche sind akzeptabel, wenn;
  • Sie damit niemanden schaden oder verletzen
  • Sie sich oder andere dadurch schützen und Schlimmeres damit verhindert wird 
  • diese dazu beitragen, die eigenen Werte zu vertreten 
  • es situationsbedingt nachvollziehbar und sinnvoll erscheint
  • der Stilbruch – wenn nötig – kommuniziert bzw. begründet wird.

Sogar Freiherr von Knigge sagte bereits sinngemäß, dass jedes Handeln in einem gesellschaftlichen Zusammenhang erfolgen solle und dabei auch immer der Charakter des Gegenübers zu berücksichtigen sei. Er riet dazu, stets die eigenen Grundsätze und die eigene Würde im Auge zu behalten.

In diesem Sinne: Hören Sie auf Ihr Gefühl und vertrauen Sie auf Ihre gute Erziehung. Im Zweifel greifen Sie auf die Regeln von Stil und Etikette zurück – damit können Sie nichts falsch machen. Und wenn Sie das Wissen dazu mal wieder auffrischen wollen, stehe ich Ihnen dafür gerne zur Verfügung 

Ihre Angelika Resch
 


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Kundenstimmen

Vortrag: „Warm anziehen bei der Kaltakquise?“
Freelancer International e.V, Diethelm Boldt

„…Ihr Vortrag war erstklassig und traf genau die Themenbereiche, die uns als Freelancer/Selbstständige/Unternehmer im Alltag beschäftigen. Wie der Erfolg durch professionelle Akquise am Telefon gesteigert werden kann, haben Sie als Expertin zielgenau an die Teilnehmer übermitteln können. Ihr Engagement für das Thema war deutlich spürbar, Ihr Wissen dazu beeindruckend. Das Publikum war begeistert. Die Beispiele und viele Umsetzungstipps waren Spitze…“
 

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